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Distanzierungen kurz & deutlich

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Distanzierungen kurz & deutlich

Die "Highlights" der Statements

Dass sich die Onkelz unzählige Male vom Rechtsradikalismus und so weiter distanziert haben, [Link]ist auf diesen Seiten ausführlichst dokumentiert. Wer aber nicht durch hunderte, lange Statements lesen will, der bekommt an dieser Stelle die wichtigsten und eindeutigsten Auszüge. Alles natürlich aus dem Zusammenhang gerissen, gnadenlos gekürzt und nur nach Zufall sortiert.


Stephan: Wir haben gehört, dass es einige faschistischen Gruppen gibt, die sagen, dass sie Böhse Onkelz-Fanclubs seien. Und um denen keine Macht zu gewähren haben wir beschlossen, einen offiziellen Fanclub zu machen.

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Pe: 99,99 Prozent [der Fans] wissen, dass an dem Nazischwachsinn nichts dran ist.

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Gonzo: Meine persönliche wichtigste Botschaft ist Faschismus zu stoppen, in Europa, überall, und ihn zu bekämpfen wo immer das möglich ist.

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Stephan: Auf dieses rechte Image legen wir's bestimmt nicht an. Im Gegenteil: Es ist alles andere als lustig, wenn man sich zehn Jahre lang für etwas rechtfertigen muss, was man gar nicht empfindet - und in dieser Form auch nie empfunden hat.

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Stephan: Für uns war Skinhead keine politische Bewegung, einfach eine Arbeiterbewegung. Und die Musik war schwarz. Wie kann ich denn rassistisch sein, wenn ich Ska oder Reggae gehört habe?

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Stephan: Ich kann nicht auf der Bühne stehn und zugucken, wie Leute den rechten Arm hochstrecken und "Sieg Heil" schreien.

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Stephan: In Düsseldorf hatten wir einen massiven Naziauflauf - eine unerträgliche Situation. Wir konnten diesen Leuten nicht genug entgegensetzen und sie deshalb nicht aus der Halle werfen, was wir ja normalerweise mit solchen Idioten tun.

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Stephan: Der Titel "Türken raus" ist so schwachsinnig - wer den Text einmal durchgelesen hat, der muss eigentlich feststellen, dass das ja nicht mal ausländerfeindlich sein kann, weil der nur blöd ist. Wenn du aufm Schulweg 20-mal Spießruten läufst, weil du von ausländischen Gangs auf die Fresse bekommst, dann rutscht dir sowas als Teenie irgendwann raus. Als erwachsener Mensch muss man das natürlich differenzierter sehen. Aber wir wollten das schon damals nicht veröffentlichen.

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Kevin: Macht doch jetzt mal 'n Hitlergruß, damit wir euch aussortieren können! Zeigt euch, ihr feigen Schweine! Habt ihr die Fresse voll, oder was? Verpisst euch, ihr Wichser!

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Stephan: Wir sind nicht mit dem Hass einverstanden, der überall herrscht.

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Stephan: Wir sehen es als unsere Pflicht an, denjenigen Fans, die mit einem Bein im rechten Lager stehen, zu zeigen, wo wir stehen: Nämlich bestimmt nicht rechts!

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Stephan: Prinzipiell finde ich 'ne rechte Strömung beschissener als eine linke. Die Argumente der rechten sind halt ziemlich doof.

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Stephan: Wer heute noch zu den Onkelz sagt: "Das ist 'ne Faschoband", der muss entweder blind oder taub sein! Ich streit nicht ab, dass diese Tendenz dagewesen ist, hab ich nie getan.

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Stephan: Die rechts, die interessieren mich überhaupt nicht. Die rechte Seite ist so blöde, dass man sie nicht mal mehr ernst nehmen kann.

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Stephan: Mittlerweile müsste auch der letzte Depp kapiert haben, dass die Onkelz nicht mit irgendwelchen Faschos sympathisieren.

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Stephan: Hass begrenzt, und mein jetziges Erlebnis ist grenzenlos. Hass ist verschwendete Zeit.

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Stephan: "Türken raus" war niemals ein Lied, in dem ich mich politisch äußern wollte. Ich habe niemals eine Rassenreinheit oder sonst etwas propagiert, sondern das war einfach nur eine Wut, eine Reflektion dessen, was mir widerfahren ist. Mir macht es natürlich keinen Spaß, ständig in Zusammenhang mit Bands wie Störkraft oder Endstufe, die für mich eindeutig faschistische Tendenzen haben, und mit Rostock und Mölln genannt zu werden.

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Stephan: Da gibt's nix zu beschönigen: Wir waren ausländerfeindlich. Aber das hat nichts mit Politik zu tun.

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Kevin: Politik ist ja total uninteressant! Politik, und sich politisch überhaupt organisieren, das ist das Letzte!

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Stephan: Ich kann nur jedem abraten, wenn er im Sinne der Onkelz handeln möchte, auf rechtsradikale Verlage zurückzugreifen.

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Stephan: Neonazis sind feige Schweine.

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Onkelz: Wir haben uns zu keinem Zeitpunkt als faschistische Band gefühlt.

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Kevin: Wenn es damals schon Nazi-Glatzen gegeben hätte, hätten wir uns nie an der Skin-Szene beteiligt, sondern eher was dagegen unternommen.

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Stephan: Keiner von uns hat Lust, für einen Haufen Rechtsradikaler zu spielen. Wer Randale macht, fliegt raus. Für die Neonazis sind wir längst zu linken Verrätern geworden und das ist mir ganz Recht so.

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Gonzo: Wir haben uns unter anderem aus dem Grund von Rock-o-Rama getrennt, weil es uns gestunken hat, ständig in Anzeigen mit Bands wie Skrewdriver in einem Atemzug genannt zu werden.

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Stephan: Im rechten Untergrund wird unser Name immer noch missbraucht. Wir haben schon das Gefühl, da noch mehr machen zu müssen, denn scheinbar lassen wir irgendwelchen rechten Vollidioten immer noch genügend Freiräume. Die finden immer noch Nischen, die es ihnen ermöglichen, Songtexte oder Aussagen von uns für sich auszulegen.

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Stephan: Definitiv sympathisieren wir nicht mit irgendwelchen Rechten.

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Stephan: Wir waren damals noch jung und dumm und haben uns keine Gedanken über irgendwelche Ideologien gemacht.

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Stephan: Ich will gar nicht sagen: Wir waren die Besseren und die Türkengangs die Bösen. Im Grunde genommen waren wir beide scheiße.

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Stephan: "Nenn mich wie du willst" widmen wir all den Leuten, die blinde Parolen brauchen, allen hirnlosen Mitläufern und Faschisten da draußen.

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Stephan: Objektiv zu sein drückt meine politische Einstellung aus, in allem was ich tue, und ich glaub, das kann man nicht, wenn man zu Extremen tendiert.

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Stephan: Wir haben auch Songs für rechte Fans verfasst, weil da müssten sie am ehesten mitbekommen, wie wir ticken, und dass wir eine solche Gesinnung nicht akzeptieren.

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Stephan: Nazis ins KZ, das wär' so furchtbar nett!

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Onkelz: Rassismus ist eine aussterbende Ideologie und nur die Fassade einer jämmerlichen, kleinlichen Angst.

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Stephan: Für die Rechten sind wir Verräter oder Kommunisten. Für die Linken sind wir Nazis. Irgendwo in der Mitte ist ein Platz, an dem ich mich ganz wohl fühle.

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Onkelz: Ich sehe blinden Hass, blinde Wut / Feige Morde, Kinderblut / Ich sehe braune Scheiße töten / Ich höre weiße Geräusche / Rassenreine Lieder / Ich höre hirnlose Parolen / Von Idioten und Verlierern

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Stephan: Wenn sich hier einer dazu berufen fühlt, hier irgendwelche schwarz-weiß-roten Fahnen zu schwenken, dann ist der hier ruck-zuck aus der Halle draußen - ist das klar, du Nazischwein?

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Stephan: Ich hätte mir gewünscht, dass die Titel "Türken raus" und "Deutschland den Deutschen" so nicht entstanden wären.

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Stephan: Provokation mit Nazi-Gesten ist einfach blöd, reine Dummheit. Man sollte aber einem Jugendlichen zugestehen, dumm zu sein. Du kannst so jemanden nicht mit Gewaltverbrechern gleichstellen, die sechs Millionen Juden umgebracht haben.

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Stephan: Man sollte nicht versuchen, irgendwelche Bands fertigzumachen, die bestimmt alles andere als rechts sind.

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Stephan: Bootlegs mit faschistischer Covergestaltung konnten wir nicht hinnehmen. Da ist ja auch relativ klar, wer die Hintermänner sind, und dass man diese Platten auf keinen Fall kaufen sollte, weil man Leute finanziert, die wir ideologisch nicht unterstützen können.

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Stephan: Wenn uns die Leute als reinkarnierte Adolf Hitlers hinstellen wegen denen die Welt baden geht, ist das für mich geradezu lächerlich.

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Gonzo: Wir sprechen uns gegen Rechtsradikalismus aus, wir sind keine Rechtsradikalen, nie gewesen, das ist 'ne Szene, die mit uns und unserer Musik überhaupt nichts zu tun hat.

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Stephan: Was Politik betrifft, da würd ich mit der Provokation nicht mehr weitergehen. Da sind wir schon manchmal zu weit gegangen.

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Stephan: Wahr ist mit Sicherheit, dass wir eine Tendenz hatten ins rechte Lager abzudriften, wir uns aber über die verheerenden Folgen früh genug bewusst geworden sind. Unbewusst-bewusst geworden sind, da wir in dieser Zeit mehr aus dem Bauch gelebt haben, als dass wir unser Hirn oder Herz befragt hätten. Vorwerfen lasse ich mir, oft verantwortungslos gehandelt zu haben.

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Kevin: Die Skinhead-Szene wurde total verfälscht durch diese Nazischweine, die ham' schon 'n paar Blödmänner gefunden, denen sie das einbläuen konnten. Und dadurch wurde die ganze Szene verseucht.

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Stephan: Gegen Bootlegs mit eindeutig faschistischer Covergestaltung gehen wir so gut es geht juristisch vor.

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Stephan: Wir haben "Ohne mich" nach vorne in den Set gezogen und die Nazis von der Bühne aus beschimpft, weil wir gehofft hatten, dass sie sich verziehen, aber diese Typen sind einfach zu blöd, sowas zu kapieren. Wir haben uns jedenfalls gesagt: "Jetzt reicht's, nächstes Mal gibt's die Fresse voll". Eine andere Sprache verstehen die Typen ja nicht.

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Stephan: Warum wir nicht im Osten spielen liegt auf der Hand: Aufgrund des dortigen Rechtspotentials.

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Stephan: Mich beschäftigt es, wie viele Jugendliche blind irgendwelche Nazi-Parolen nachbrüllen, ohne sich darüber Gedanken zu machen. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass viel dumme Provokation dahintersteckt und weniger faschistische Überzeugung. Sowas ist gefährlich. Genauso dumm ist es, Ausländer dafür verantwortlich zu machen, dass ich keinen Job bekomme. Dann muss ich eben besser sein als der andere - es nützt nichts, ständig nach unten zu treten.

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Stephan: Irgendwann ist es müßig, sich 13 Jahre für diese kindische Scheiße von damals zu rechtfertigen. Und ich find's beschissen, in einem Atemzug mit diesem kranken Solinger Idioten genannt zu werden.

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Gonzo: Dass Fremdenhass gestoppt werden muss, ist wohl allen klar, die noch einen vernünftigen Gedanken im Kopf haben!

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Stephan: Die meisten Leute kennen ja nicht mal den Text zu "Türken raus", der ist ja so an den Haaren herbeigezogen, so schwachsinnig, dass man eigentlich dadran schon hätte erkennen müssen, dass da kein politisches Kalkül dahinter ist. Im Prinzip war's nur 'ne ganze plumpe Herausschreierei von 'nem Frust. Man hat in dem Moment seine eigene Unfähigkeit an 'nem andern Volk abgewälzt. Total schwachsinnig, aber wir waren nicht politisch motiviert in dem Sinne, dass wir damit verfolgt hätten, 'ne Rassenreinheit oder so Sachen, die halt im Dritten Reich propagiert worden sind. Uns ging's nicht um Nationalsozialismus.

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Onkelz: Ein Hitlergruß hat bei unserem Konzert nichts verloren!

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Kevin: Wir finden alle Extreme, egal ob links oder rechts, verabscheuungswürdig. Die tun mir einfach nur Leid, sorry!

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Stephan: Ein Onkelz-Konzert ist kein Podium für Rechtsradikale! Verpisst euch! Die Sau mit der schwarzen Bomberjacke ist der Nächste der fliegt!

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Stephan: Man darf nicht alles auf das Alter schieben und die Sache damit verharmlosen. Ich versuche gerade zu analysieren, wie weit damals meine Ausländerfeindlichkeit wirklich ging und woher sie kam. Fakt ist, dass keiner von uns jemals in einer rechten Partei Mitglied war und wir diese Parteien niemals unterstützt haben. Wir haben niemals Embleme solcher Parteien getragen und haben auch niemals mit Hakenkreuzen kokettiert.

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Stephan: Viele Rechte geben Äußerungen wie "Ich bin stolz ein Deutscher zu sein" oder "Scheiß Ausländer" relativ unmotiviert von sich und merken gar nicht, welches Statement sie damit abgeben - genauso wie wir das damals auch nicht gecheckt haben. Wären wir uns der verheerenden Folgen unserer Aussagen bewusst gewesen, dann wäre sowas nie über unsere Lippen gekommen, man sagt sowas einfach nicht, man denkt es noch nicht mal.

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Stephan: Wenn dieses Gesocks auch ansonsten vor nichts Respekt hat, mit den Hell's Angels werden sich die Nazis garantiert nicht anlegen.

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Stephan: Wer den Text von "Türken raus" kennt, der weiß, dass das der bescheuertste Song ist, der jemals verfasst wurde. Der nicht mal 'nen richtigen Inhalt hatte, der ist noch nicht mal richtig ausländerfeindlich, weil er einfach viel zu blöd ist. Da gibt's doch heute hunderttausend Fascho-Kapellen mit dem eindeutigen Ziel, Ausländer zu diffamieren, dem Gegenteil von 'nem Lied, das so bescheuert ist, dass man's gar nicht für ernst nehmen kann.

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Onkelz: Wir werden es nicht zulassen, dass unsere Konzerte für politische Zwecke missbraucht werden. Alle Rechtsradikalen, die meinen, an diesem Abend provozieren zu müssen, haben nicht nur die Onkelz und die Angels gegen sich, sondern auch 13.000 Onkelz-Fans. Ein für alle Mal: Onkelz-Konzerte sind keine politischen Veranstaltungen.

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Gonzo: Jeder hat die Pflicht, in einer Zeit, in der die Gewalt gegenüber Andersdenkenden, Ausländern oder Menschen anderer Konfessionen derart zunimmt, seine Stimme zu erheben.

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Onkelz: Wenn wir gewollt hätten, dass der bescheuerte Titel "Türken raus" veröffentlicht würde, hätten wir es 1982 selbst getan.

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Stephan: Wir ham' Scheiße gebaut, das wissen wir selbst am besten. Ganz klar, dass man so Lieder wie "Deutschland" oder auch "Türken raus", als absolut ausländerfeindlich beschreiben muss.

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Stephan: In Berlin '85 wurden zwischen den Liedern nur ausländerfeindliche Parolen skandiert. Das wurde irgendwann so ekelhaft, dass wir gesagt haben: "Nee, das ist nicht mehr unser Weg".

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Stephan: "Türken raus" ist ja eigentlich gar kein Text, da werden nur ein paar Schwachsinnigkeiten ausgestoßen. Ein ganz absurder Text, sehr an den Haaren herbeigezogen.

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Stephan: Ich konnte das Dogma Onkelz = Naziband einfach nicht auf mir sitzenlassen. Das entsprach einfach nicht dem, was ich damals empfand und heute immer noch empfinde.

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Stephan: Ich finde nicht, dass die Platte "Der nette Mann" nationalsozialistisch ist, sondern im Gegenteil gibt es darauf ein paar Stücke, die sich eindeutig gegen die Nazizeit richten. Ich hab mich auch zur damaligen Zeit als Skin niemals zugehörig zu einer Partei aus dem rechten Spektrum gefühlt.

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Stephan: Wenn ich noch einmal von euch Hohlköpfen die Hand zum "Sieg Heil" hochgehen sehe, gibt's eins auf die Fresse! Gewalt ist bei denen die einzige Sprache, die sie verstehen.

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Stephan: Ich kann behaupten, dass wir nie ein Interesse an Nationalsozialismus, an Parteien, an Emblemen aus der Zeit von 1933 bis 1945 hatten. Hatten wir eine politische Aussage in unseren Texten, war uns die nicht bewusst.

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Stephan: Es gibt Leute, die es auf Ärger anlegen. Die stellen sich vorne hin und machen den Hitlergruß. Da geht mir der Kittel durch.

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Stephan: Wenn ich die Songs "Türken raus" und "Deutschland den Deutschen" heute, nach Mölln, Solingen und Rostock, gemacht hätte, würde ich die Sache auch komplett anders sehen und hätte für die ganze Aufregung vollstes Verständnis.

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Stephan: Ich halte einen antifaschistischen Kampf für absolut nötig.

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Stephan: Wir wollen euch wissen lassen, dass wir mit den NPD-Pissern nicht sympathisieren, und dass wir alles dafür tun, dass die Leute vor unseren Konzerten nicht auftauchen.

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Stephan: Wir waren nicht politisch motiviert, sondern im Prinzip hat uns die Straße motiviert. Die ständigen Schlägereien mit ausländischen Jugendgangs haben uns dazu veranlasst, solche Statements abzulassen. Und nicht weil wir uns nach 'nem Vierten Reich sehnen.

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Onkelz: Wir sind gegen: Rechten Terror, Rassismus, Gewalt gegen Ausländer, Intoleranz und dumpfe Parolen.

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Stephan: Wenn ich mich nur dadrüber definiere, Deutscher zu sein, dann kann irgendwas nicht stimmen. Wenn ich nur stolz auf mein Vaterland sein kann und nicht auf mich selbst, dann hab ich irgendwas am Rad.

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Stephan: Ich will keine Hand zum "Sieg Heil" hochgehen sehen!

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Stephan: Für verbohrte Rechte sind wir Verräter, aber mit diesem Stigma kann ich von der Seite auch gut und gerne leben.

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Stephan: Der Abschied von der Skinszene war schon fast nach der Veröffentlichung "Der nette Mann", weil die ganze Szene sich dermaßen politisch gewandelt hat, dass wir einfach keine Identifikation mehr gesehen haben.

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Stephan: Es ist kein Zeichen von Männlichkeit oder sonst irgendwas, mit Parolen wie "Deutschland den Deutschen" um sich zu schmeißen.

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Stephan: Einige rechte Fans fingen dann an, irgendwelche Parolen zu schreien und sind daraufhin ziemlich schnell rausgeflogen. Was mich in dem Moment ganz besonders gefreut hat, ist die Tatsache, dass 99 Prozent der Leute spontan "Nazis raus!" gebrüllt haben, ohne dass wir sie erst dazu auffordern mussten.

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Kevin: Und nichts mit Politik, von wegen: "Heil Hitler" - was soll denn das? So 'n Quatsch! Ist doch Scheiße! In der Hitlerjugend, ich würd mir doch die Kugel geben! Da hast du zehn Arschlöcher am Tag, die dir sagen, du sollst das und das machen. Das ist einfach logisches Denken, dass so eine Politik Scheiße ist! Ob links, ob rechts, das ist im Prinzip dasselbe, man kann mit der Politik nichts anfangen!

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Gonzo: Das perfekte politische System existiert nicht. Rechts haben wir eine pauschale und platte Parolenpolitik.

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Stephan: Für mich ist jedes Extrem, sei es linker oder rechter Art, nicht zu rechtfertigen.

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Stephan: Bei "Ohne mich" geht es um Rechtsradikalismus und um Linksradikalismus. Ich möchte, dass ihr wisst, dass wir mit solchen Leuten nicht sympathisieren. Wir glauben, dass sie Unrecht haben.

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Stephan: Unsere Konzerte sind keine politischen Veranstaltungen. Wir lassen uns nicht von einer Horde Faschisten unsere Konzerte versauen.

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Stephan: Das Konzert in Bremen soll nicht einfach ein weiteres Konzert gegen rechts sein, sondern vor allem eins für die Opfer von Gewalttaten. Dass aufgrund der aktuellen Situation unser Fokus auf den Übergriffen von rechts liegt, versteht sich von selbst. Allerdings wollen wir nicht weiter ausgrenzen, sondern in erster Linie helfen und darüber hinaus dokumentieren, dass wir immer auf der Seite der Opfer sein werden und niemals auf der Seite der Täter.

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Stephan: Verpisst euch, ihr Störkraft-Wichser!

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Stephan: Ich hasse nix mehr als hirnlose Mitläufer und diese falsche Identifikation mit Ländern oder Sprüchen wie "Ich bin stolz ein Deutscher zu sein", weil diese Leute nicht stolz auf sich sind.

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Stephan: Für mich spielt es keine Rolle, in welches Land ich reingeboren wurde.

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Stephan: Diese Sachen wie "Türken raus", die sind nun mal passiert, ich kann's nicht mehr rückgängig machen, obwohl ich das ganz gerne tun würde.

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Stephan: Manche Fans wollen nicht hören, dass wir nicht wollen, wie es '33 bis '45 war. Die hören dann nur den "Deutschland"-Chor und fangen an, die Hand hochzustrecken. Da haben wir einen Fehler gemacht, dass wir das nicht klarer dargestellt haben.

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Stephan: "Zwölf dunkle Jahre in deiner Geschichte" - damit ist klar von '33 bis '45 gemeint, dass wir damit nichts zu tun haben wollen.

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Stephan: Die Rechten behaupten, dass wir linke Verräter sind, während wir für die Linken Faschisten sind. Mir gehen beide Seiten absolut gegen den Strich.

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Stephan: Wir sind weder für Links-, noch für Rechtsextremismus. Wenn man sich zu sehr auf eine Richtung konzentriert, verliert man an Objektivität.

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Stephan: Ich steh der Entwicklung in Ostdeutschland skeptisch gegenüber, denn was dort im Untergrund rummacht, ist wirklich bedenklich, es zeigt auf jeden Fall ein großes Potential an Rechten.

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Stephan: Wir können zu dem Thema Rostock, Mölln nicht mehr schweigen. Vor allen Dingen, dass uns unsere Fans nicht falsch verstehen. Nicht denken, wir würden tatsächlich so etwas tolerieren beziehungsweise könnten uns mit so etwas identifizieren.

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Stephan: Ich empfinde es nicht gerade als angenehm, mit irgendwelchen hirnrissigen Rechtsradikalen in einen Topf geschmissen zu werden.

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Stephan: Wir wissen, dass links und rechts künstlich am Leben gehaltene Feindbilder sind. Wir aber sind für eine Welt freier Geister. Wir haben es schon lange nicht mehr nötig, uns vor einen Karren spannen zu lassen und hatten es noch nie.

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Gonzo: Parteipolitisch ist nie was gelaufen bei uns!

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Stephan: Nachdem aber diese ganzen Vorfälle, Rostock, Mölln, passiert sind, mussten wir einfach Stellung beziehen, wir mussten klipp und klar sagen, dass wir damit nichts zu tun haben wollen und mit solchen Leuten nicht in einen Topf geworfen werden wollen, und uns davon distanzieren.

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Stephan: Das einzige politische Statement, das wir abgeben bei Livekonzerten, ist wenn Leute meinen, sie müssten "Sieg Heil" schreien, dass wir die des Saales verweisen, ganz einfach.

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Stephan: Wichtig ist für uns nur, dass unsere Fans wissen, wo's lang geht, dass wir nicht mit rechten Ideologien sympathisieren.

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Stephan: Wenn wir das Gefühl haben, wir spielen vor 'nem Haufen Rechtsradikaler, würden wir nicht auftreten.

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Stephan: Mit illegalen Bootlegs, mit denen Leute ihre rechten Aktionen oder Flyer finanzieren, habe ich schon ein Problem.

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Stephan: Ich finde nicht, dass wir Faschisten waren.

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Stephan: Ich seh mich nicht als neutral an, ich bin schon auch politisch motiviert, aber sicherlich alles andere als rechts.

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Stephan: Die Republikaner sind nicht die ersten, die die Onkelz für ihre Zwecke missbrauchen. Da kann man natürlich nicht tatenlos zuschaun - zumal einige Leute ja auf die Idee kommen könnten, wir würden solche Veranstaltungen befürworten oder uns mit solchen Parteien solidarisieren. Wir haben keinen Bock, uns vor einen Karren spannen zu lassen - schon gar nicht vor einen rechten.

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Pe: Es gibt sicherlich Gruppen, die Faschistisches im Sinn haben. Dazu gehören wir aber wirklich nicht!

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Stephan: "Nenn mich wie du willst" ham' wir allen hirnlosen Mitläufern gewidmet, die zu dumm sind, sich eigene Gedanken zu machen und die irgendwelchen beschissenen Parolen hinterherrennen müssen.

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Stephan: Wir haben keine Lust, dass es aussieht, als würden wir solche Dinge, die leider gerade in Deutschland passieren, z.B. die Vorkommnisse von Rostock, tolerieren oder unterstützen. Ich kann so etwas nur verurteilen.

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Stephan: Die Scheiße, die in letzter Zeit in unserem Land passiert, können wir nicht hinnehmen. Wir beziehen klar Position, dass wir nicht mit irgendwelchen rechten Idioten sympathisieren. Es gibt immer noch ein paar Glatzen, die bei uns fehl am Platze sind.

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Kevin: Extreme, ob linke oder rechte, finde ich zum Kotzen!

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Kevin: Eine Veröffentlichung von "Türken raus" wär' auch sicher nicht in unserem Interesse gewesen, ganz bestimmt nicht.

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Stephan: Wenn du die Leute motivierst, selbstständig denkende Menschen zu sein, dann können sie keine Rechtsradikalen mehr werden, weil das sind Blinde, die irgendwelchen dumpfen Parolen folgen.

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Stephan: Reden wir von Unwissen und Dummheit. Reden wir von Ignoranz und Intoleranz. Reden wir von Rechtsradikalismus.

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Stephan: Jeder Nazi hat kapiert, dass wir ihm keinen Boden bieten. Klar, dass die uns jetzt als linke Verräter titulieren. Aber damit fühle ich mich wesentlich wohler, als wenn ich von denen Akzeptanz verspüren würde.

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Stephan: Was Bands wie Störkraft schreiben, ist einfach zu hart und mit nichts zu rechtfertigen. Was die propagieren, ist wirklich Rassenreinheit und Faschismus in der härtesten Form. Ich hab auch keine Lust, über die zu reden. Mir stinkt es genug, mit den Leuten auf einer Seite in der Zeitung zu stehen. Ich find die asozial und halte die Texte für gefährlich.

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Stephan: Ich sympathisiere eher mit den Grünen als mit den Republikanern, aber ich würd beide nicht wählen.

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Stephan: Hätte man unsere Geschichte im MTV Masters richtig dargestellt, mit allen Fehlern die wir gemacht haben, und gezeigt, wie fehlgeleitet wir waren, wie wir uns entwickelt haben und wo unser Weg hingeführt hat, wäre das eine riesige Chance gewesen, diese Leute eventuell zum Umdenken zu bewegen.

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Stephan: Passt mal auf, ihr Wichser da vorne: Wenn ich noch eine Hand zum "Sieg Heil" hochgehen sehe, dann gibt's persönlich aufs Maul!

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Stephan: Zu behaupten, ich wär' der gemäßigte Onkel und die anderen sind noch die Rechtsradikalen, ist absoluter Schwachsinn, weil ich glaube, kein Rechtsradikaler würde das, was ich mache, akzeptieren.

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Stephan: Hebst du noch mal die drei Finger, spring ich persönlich runter und schneid sie dir ab!

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Stephan: Wir haben gegen die "Könige für einen Tag"-Veröffentlichung eine einstweilige Verfügung erwirkt, denn die Covergestaltung war eindeutig in die rechte Ecke tendierend, was wir natürlich nicht auf uns sitzen lassen konnten.

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Gonzo: Vielleicht veröffentlichen wir unsere älteren Songs mal als Boxset, um den ganzen rechten Plattenfirmen etwas entgegenzusetzen.

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Stephan: Ich bin mit Sicherheit kein Rassist.

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Stephan: Du blöde Futt da vorne, wenn du weiterhin den rechten Arm hochhebst, fliegst du raus! Ich kann euch eines versichern: Wenn wir jemanden sehen, der hier 'nen Hitlergruß macht, der kriegt gnadenlos die Halle verwiesen! Das können drei Finger oder 'ne ganze Hand sein, dann gibt's aufs Maul! Ich kann euch so viel sagen und versprechen, dass 'n Onkelz-Konzert keine politische Veranstaltung wird und ist. Das nächste Stück passt ganz gut dazu, weil ich glaube, dass diese Leute einfach nur zu bescheuert sind den Kopf aufzumachen und vielleicht mal in ihr Herz reinzugucken und mal gucken ob da noch irgendwas da ist: "Entfache dieses Feuer"!

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Stephan: Die Songs "Türken raus" und "Deutschland den Deutschen" waren, ich will das gar nicht beschönigen, ausländerfeindlich. Die Motivation, die Songs zu schreiben, hatte allerdings nichts damit zu tun, dass wir nationalsozialistische Ideologien vertreten haben.

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Stephan: Wir distanzieren uns total von irgendwelchen rechtsextremen Parteien, damit haben wir überhaupt nichts zu tun.

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Stephan: Wir wollen gewissen Fans aus der rechten Ecke zu zeigen, dass wir absolut keine Sympathie mehr für sie haben.

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Stephan: Niemand von uns musste eine braune Uniform ausziehen, weil wir sie nie anhatten.

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Stephan: "Türken raus" hat 'ne ziemlich primitive Aussage und ist ein ziemlich primitives Lied.

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Stephan: Wir haben Fehler mit einigen Songs gemacht, die von einer völlig anderen Form des Denkens kamen. Ich hab mich nie als Faschist gefühlt.

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Stephan: Den Song "Türken raus" halte ich aus meiner heutigen Sicht für puren Schwachsinn. Schon damals, wenn man genau hingehört hätte, hätte man den Text gar nicht ernst nehmen können. Der Text hat nichts mit Nationalsozialismus zu tun.

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Stephan: Es ist schon bedenklich, wie viele Leute für Haider gestimmt haben. Vielleicht sind die Österreicher künftig gewarnt und korrigieren bei der nächsten Gelegenheit ihre Entscheidung.

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Stephan: Ich bin doch kein Adolf-Hitler-Fanatiker, ich hab mit dem doch nix zu tun, der war vor 40 Jahren, der interessiert mich doch überhaupt nicht.

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Stephan: Die Eier, sich für eine solch gute Sache, die das Benefizkonzert ja ohne Zweifel ist, in den Dienst der Hilfe zu stellen, hatten die Wenigsten. Es geht ja um Kohle, die gesammelt werden soll, um den Opfern rechter Gewalt zu helfen. Wer sich da verweigert, hat sich selbst als Arschloch geoutet.

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Stephan: Es gab Zeiten, in denen wir, ohne etwas beschönigen zu können, eine ausländerfeindliche Einstellung hatten.

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Stephan: Das Gelaber über rechts und links bringt nichts. Ein Großteil der Rechtsradikalen sind Mitläufer, die um jeden Preis auffallen und provozieren wollen. Viele davon haben die Parolen ebenso wenig politisch verinnerlicht wie wir damals. Wir haben einfach unseren Frust mit völlig schwachsinnigen Texten wie "Türken raus" und "Deutschland den Deutschen" herausgeschrieen. Den Frust von Zukurzgekommenen, nicht den von überzeugten Nazis.

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Stephan: Diejenigen, die hier die ganze Zeit den Hitlergruß machen, sollten besser schnell rausgehen, bevor ich euch rausschmeißen lass! Ich frag mich, dass sich hier immer noch ein paar Vollidioten auf 'n Onkelz-Konzert verirrt haben. Die müssten's doch langsam kapiert haben, ihr Idioten! Ich sag euch, wir spielen noch zehn Jahre lang, bis der letzte Vollidiot nicht mehr auf 'n Onkelz-Konzert geht! Auf, marschiert raus, ihr Penner!

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Stephan: Vor Parteien spielen - zu Skinzeiten hätten wir das nicht gemacht und das hätten wir auch heute nicht gemacht.

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Stephan: Ich spüre Rechtsradikalismus nur selten, weil ich nicht in solchen Szenen verkehre. Im Grunde sind diejenigen, die sich zu erkennen geben, noch die Harmloseren. Viel schlimmer sind die Nazis, die in etablierten Positionen sitzen. Die paar Dummköpfe, die draußen rumlaufen und Aktionen starten, sind Handlanger. Mir hat es schon an der Skinheadbewegung gestunken, dass irgendwann jede Scheiß-Nazi-Partei glaubte, Skins für ihre Zwecke rekrutieren zu müssen - und damit bei einigen Vollidioten auch noch offene Türen eingerannt hat. Diese Schlägertrupps müssen endlich etwas für ihren Scheißgrips tun.

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Stephan: Wenn man etwa mit dem Holocaust in Verbindung gebracht wird, tut das schon weh.

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Stephan: Es stinkt uns natürlich, dass Nazis mit den Onkelz Kohle verdienen. Es ist aber ein Fakt, dass es uns deutsche Gerichte nicht leicht machen, die Leute anzugehen.

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Onkelz: Wir haben aus unseren Fehlern gelernt und weisen den Vorwurf ab, rechtsextremen Gedankengut zu folgen oder zu propagieren. Wir verurteilen: Rechten wie linken Terror, Gewalt gegen Minderheiten, Rassismus, Intoleranz.

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Stephan: Zwischen den Songs haben die Zuschauer in Berlin '85 nichts anderes gerufen als "Ausländer raus". Wenn es das bedeutet, ein Skinhead zu sein, hatten wir keinen Bock mehr darauf.

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Stephan: Ich sympathisiere nicht mit irgendwelchem Nazi-Pack - und da spreche ich für die gesamte Band.

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Stephan: Eine Demokratie muss in der Lage sein, 'ne Horde Nazi-Schwachköpfe locker wegzustecken.

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Stephan: Für uns war ein Namenswechsel nie ein Thema. Ich finde es wesentlich spannender, zu zeigen, dass man sich wandeln kann, auch wenn ich mich nie als Rechtsradikaler gefühlt habe.

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Stephan: Wir haben uns lange vor der großen Medienhatz von unseren blöden, pubertären Sprüchen distanziert, wir haben ein "Rock gegen rechts"-Festival organisiert und finanziert, und noch immer sollen wir rechtsradikal sein.

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Stephan: Wir und auch sonst niemand in unserem Umfeld hängt rechtem Gedankengut nach oder hat irgendwelche Sympathien für solchen Mist. Niemand von uns toleriert Fremdenhass und Ausländerfeindlichkeit. Wenn wir mit unseren Möglichkeiten etwas gegen braunen Hass und blinde Spießerwut tun können, dann tun wir es.

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Stephan: Für 'ne SPD zu spielen, damit kann ich mich eher identifizieren als damit, für die Republikaner zu spielen, ist ja ganz klar, logisch.

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Stephan: Wir wollten mit "Türken raus" provozieren, auch wenn's im Nachhinein dumm und plump war.

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Stephan: Ich hab Vorstellungen, wie ich mir 'ne gewisse Lebensform vorstelle, die hat aber nichts mit Politik zu tun, mit Nationalsozialismus oder Kommunismus. Für mich sind das keine Themen. Ich mag keine politischen Extreme.

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Stephan: Mir ist die Vorstellung zuwider, eine Halle voll von Nazis zu haben, da würde ich nicht spielen.

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Onkelz: Und hier ein paar Worte an die rechte Adresse / Leckt uns am Arsch, sonst gibt's auf die Fresse / Ich hasse euch und eure blinden Parolen / Fickt euch ins Knie, euch soll der Teufel holen / Ihr seid dumm geboren / Genau wie ich / Doch was ich lernte, lernt ihr nicht / Ihr seid blind vor Hass / Dumm wie Brot / Ihr habt verschissen / Eure Führer sind tot

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Stephan: Ich schreibe dies, damit ihr nicht den gleichen Scheiß baut wie wir. Auch wenn einem das Wasser bis zum Hals steht gibt es andere Möglichkeiten mit seinen Problemen umzugehen, als Fremdenfeindlichkeit.

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Stephan: Durch die Lieder "Türken raus" und "Deutschland den Deutschen" sind nicht Leute vergast worden oder umgekommen. Sondern das war im Prinzip 'ne absolute, krasse Dummheit von vier Punkrockern, und nicht mehr und nicht weniger.

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Gonzo: Die von der FAP und NPD kamen auf uns zu, um uns für sich zu gewinnen. Da haben wir gesagt: "Haut ab, wir wollen nichts mit euch zu tun haben"!

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Stephan: Wir spielen auf der diesjährigen Tour nicht in den neuen Bundesländern, um nicht vor einem Haufen Rechtsradikaler spielen zu müssen.

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Stephan: Richtige Skins gibt es hier in Deutschland wahrscheinlich nur noch ganz wenige. Und Kahlkopf sind bestimmt keine davon. Ich will mit denen nichts zu tun haben.

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Kevin: Wir ham' uns verabschiedet als die Nazis kamen und uns angesprochen haben, ihre NPD-Sache zu unterstützen. Wir ham' die natürlich in den Harz gekickt, aber Konzertbesucher ham' sich beschwatzen lassen, ham' "Sieg Heil" gebrüllt und den ganzen Scheiß. Und wo das anfing hatten wir keinen Bock mehr drauf. Mich ham' die Leute so angekotzt, sich von Politik so leiten zu lassen.

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Gonzo: Die Rechten hassen uns, weil wir uns nie gescheut haben, sie darauf hinzuweisen, dass sie bei uns nichts verloren haben. Im Gegenteil, ihre politischen Ansichten stehen im Gegensatz zu unseren.

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Onkelz: Wir haben schlimme Fehler gemacht. Wir stehen aber dazu und wollen zeigen, dass es ein Irrweg war.

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Stephan: Wie sind bestimmt keine ausländerfeindlichen Leute, die eine faschistische Ideologie tolerieren, akzeptieren oder unterstützen.

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Stephan: Die Onkelz sind keine Faschos!

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Stephan: "Türken raus" war keine politisch motivierte Geschichte, sondern eine emotionale Reaktion auf unser unmittelbares Umfeld. Damit waren nur unsere direkten Gegenüber gemeint, nicht die türkische Nation.

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Stephan: Ich will nicht sagen, dass unsere Szene damals komplett unpolitisch war, sondern da gab's 'ne Ausländerfeindlichkeit. Nur: Es ist etwas anderes, ob ich jetzt in meinem Umfeld Probleme mit Ausländern habe oder ob ich dem Nationalsozialismus hinterherhänge und dafür sechs Millionen vergaste Juden in Kauf nehme.

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Stephan: Wir wollen kein Sprachrohr sein, für Organe, die ausländerfeindlich sind.

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Stephan: "Frankreich '84" sollte keine Volksverhetzung oder irgend so ein Quatsch sein, damit haben wir nichts am Hut.

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Gonzo: Wenn du 17 Jahre alt bist, denkst du nicht darüber nach, was mit deinen Songs in 15 Jahren passiert. Du konntest wirklich nicht erkennen, dass mit deiner Einstellung was falsch war, es war eben einfach Anti-Alles.

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Stephan: Wir waren noch nie in der rechten Szene.

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Stephan: Mich hat es entsetzt, dass Leute bei den ausländerfeindlichen Ausschreitungen in Mölln und Rostock Onkelz-Shirts trugen. Wenn es gegen Minderheiten geht, das nervt mich. Das ist ein Armutszeugnis.

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Stephan: Die Vorfälle in Rostock, Mölln, sind an uns nicht spurlos vorbeigegangen. "Deutschland im Herbst" zeigt deutlich, was wir davon halten: "Braune Scheiße", das sind diese Chaoten für mich, nicht mehr und nicht weniger.

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Onkelz: SS-Staat im Staate / Wird's das nochmal geben / SS-Staat im Staate / Wir wolln's nicht erleben

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Stephan: Die Vorfälle in Mölln und Rostock sind natürlich eine Sache, die mich sehr belastet und ich kann nur mit Abscheu darauf reagieren. Ich weiß nicht, was in solchen Leuten vorgeht, ich glaub nicht mal viel, ich glaub die sind einfach dumm. Ich wär' bereit, auf jeden Fall gegen Faschismus zu kämpfen. Mein Freiheitsgefühl widerspricht dem, was eine faschistische Ideologie propagiert.

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Stephan: Nachdem wir so krass mit diesen Ausschreitungen in Rostock und Mölln in einen Topf geschmissen worden sind haben wir gesagt: "Jetzt können wir einfach nicht mehr dazu schweigen, wir müssen uns äußern, dass auch unsere Fans wissen, dass wir uns mit solchen Sachen nicht solidarisieren wollen, sondern im Gegenteil, wir wollen uns da ausgrenzen, wir wollen sagen: Mit so 'nem Schwachsinn haben wir nichts am Hut und wir sympathisieren auch nicht mit solchen Leuten".

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Stephan: Gerade wir können den Kids im rechten Lager klarmachen, dass sie Unrecht haben.

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