Engagement gegen Nazis auf Onkelz-Konzerten. Die bei jedem Konzert eingesetzte und je nach Konzertgröße bis zu 140 Mann starke Onkelz-Security lässt seit 1989 niemanden in die Konzerte, der sich in irgendeiner Form als Rechter zu erkennen gibt (sei es durch Parolen, Gesänge, T-Shirt-Motive, Tattoo-Motive, Uniform, oder sonst irgendwie - teilweise sind sogar Steckbriefe bekannter Nazis vorhanden). Wer erst im Saal Parolen brüllt oder Hitlergrüße macht (auch im Ausland, wo dies nicht verboten ist), wird von Band und Security rausgeschmissen und gegebenenfalls der Polizei übergeben. Desweiteren sind bei Onkelz-Konzerten jegliche Partei-Informationen verboten - auf der Tour 2000 etwa wurde ein angekündigter Aufmarsch der Jugendorganisation der NPD durch den Einsatz von 110 Hell's Angels als Zusatz-Security verhindert.
Dagegen wird - trotz häufiger Statements a la "Wir dulden weder rechte noch linke Parolen" - gegen Publikumsrufe wie "Nazis raus!", die durchaus öfters vorkommen (vor allem eben, wenn gerade Nazis rausgeschmissen werden), nichts unternommen. Im Gegenteil: Sie werden teilweise sogar noch gefördert oder die Onkelz äußern sich erfreut darüber.
Um Nazis von Onkelz-Konzerte fernzuhalten und die Position der Onkelz auch in der Öffentlichkeit zu verdeutlichen, wurden vor allem 1990 bis 1993 bei den Konzerten Flyer verteilt und in Zeitungen, Zeitschriften und sogar im Fernsehen Anzeigen geschaltet, die klare antifaschistische Botschaften und Stellungnahmen der Onkelz enthielten. Vor den Konzerten wurden zu dieser Zeit jeweils entsprechende Ansagen gemacht.
Um Rechten auch ansonsten keine Plattform zu bieten, schlossen die Onkelz im Jahr 2000 für einige Zeit Chat und Gästebuch auf onkelz.de, da dort wiederholt Parolen verbreitet worden waren.
|