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1993 veröffentlichten die Onkelz zwei Alben gleichzeitig: Ein weißes und ein schwarzes Album, symbolhaft für Anfang und Ende, Tag und Nacht, oder die guten und schlechten Seiten des Lebens. Die Cover sind komplett einfarbig - doch nicht leer, hier wird mit Lackfarbe und Blindenschrift gearbeitet. Tatsächlich ist das ganze Artwork wirklich sehr hochwertig.
Den ersten Teil dieses Doppels macht nun also das Weiße. Viele Onkelz-Fans halten dieses Album für misslungen, dabei bietet es doch neben einer exzellenten Tonqualität auch echt tolle Songs, von denen ungewöhnlich viele ungewöhnlich tiefgründig sind und stark zum Nachdenken anregen (wie übrigens auch beim Schwarzen). Die Missgunst der Fans liegt wohl an Stücken wie "Es", die sich erst nach mehrmaligem intensiven Hören erschließen und an der allgemein ruhigeren Musik (es gibt aber auch sehr harte Sachen!), die häufig auch sehr experimentell ist. Die Onkelz haben sehr viel neues ausprobiert, vieles klingt für die Onkelz absolut untypisch und ungewöhnlich. Dafür gibt's aber wieder genug Klassiker, die jedem gefallen - z.B. "Lieber stehend sterben", "Für immer" und "Fahrt zur Hölle". Und mit "Deutschland im Herbst" gibt es endlich auch mal klare Worte in Richtung Rechts auf einer Onkelz-Scheibe.
Schon gewusst?
Die Artwork-Gestaltung stammt zum Teil von Mo Sudman aus dem B.O. Management. Der gedichtartige Text im Booklet stammt aus Henry Millers Erstlingsroman "Wendekreis des Krebses" von 1932 (1934 veröffentlicht). |
dunklerort.net-Fazit: Klare Kaufempfehlung |           | Durchschnittswertung aus 29 Fanwertungen: 7.5 Punkte |           |
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Verkauf (zur Veröffentlichungszeit): Ca. 100.000 Exemplare (-> 2003 Gold). Höchste dt. Chartposition: 10.
Siehe auch:
Schwarzes Album - Der zweite Teil der Doppelveröffentlichung | Kopien dieses Produkts:
Erkennen Sie die Melodie / Wenn wir einmal Engel sind - Minderwertige Doppel-MC-Kopie vom schwarzen und weißen Album (ohne "Baja" und mit nationalistischer Covergestaltung) |
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