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Enthält Livematerial vom 05. Oktober 2004 in Hamburg (Tour 2004).
Dieses letzte Hallenkonzert der Onkelz trägt mit dazu bei, das Live-Output-Repertoire der Onkelz in den letzten fünf Jahren ihres Bestehens von drei auf voraussichtlich stolze acht Konzertmitschnitte zu pushen. Muss das sein? Mal sehen:
Die beiden randvollen CDs bilden das Konzert zwar songtechnisch komplett ab, für die meisten Ansagen und Fangesänge zwischen den Liedern blieb aber nicht mehr genügend Raum (hierbei ist es jedoch nicht ganz einleuchtend, warum die kürzere CD 1 einige unnötige Ansagen und minutenlange Fangesänge vor dem Intro enthält, während auf CD 2 so gut wie gar keine Ansagen mehr enthalten sind).
Wegen diesen Kürzungen, und weil Hamburg erstmals nicht (auch) als Video veröffentlicht wird, gehen einige der Highlights des Konzerts am Hörer vorbei - so bekommt er z.B. von den Reeperbahn-Stripperinnen bei "Mexico", von Thomas Hess' Auftritt und vom Hinknien der Fans beim letzten Lied nicht das Geringste mit. Das meiste davon dürfte auf der kommenden Tour-DVD nachgeholt werden, das nützt dem "Live in Hamburg"-Käufer aber freilich wenig. Andererseits trägt er natürlich auch keinen Schaden davon, dass er nicht alles mitbekommt.
Auch der Sound ist eine zwiespältige Sache. Der 11.500-Kehlen-Background-Chor kommt kaum zur Geltung, während Kevins Leadsänger-Stimme hörbar nicht in Topform ist (von einigen Lichtblicken wie seinem atemberaubenden Urschrei zu Beginn des Konzerts abgesehen; im Übrigen wage ich die These, dass auch Stephan nicht topfit, weil wohl nicht ganz nüchtern, war, seinen unzähligen "Hamburg!"-Rufen nach zu urteilen).
Von den zahlreichen Verspielern des Konzertes sind auch noch einige übriggeblieben, während der Sound ansonsten natürlich dem längst gewohnt hohen Standard der Onkelz vollkommen entspricht. Dazu kommen einige leicht variierte Songs, etwa die auf manchen Konzerten der Tour 2004 gespielte, neuere Version von " Für immer" (siehe dort), "Terpentin" mit neuem Intro, oder "Nur die Besten sterben jung", wo diesmal Stephans Gesang im Vordergrund steht. Viele der Klassiker hat man dagegen in nahezu identischer Form bereits auf etlichen Scheiben zuhause. Heimlicher Höhepunkt der Platte ist das bisher live offensichtlich zu Unrecht vernachlässigte "Buch der Erinnerung".
Über die Aufmachung kann man nichts Negatives sagen - das fette DigiPak mit Ritze-Design und Cover-Prägedruck wartet mit zwei durchgestylten Booklets mit vielen Fotos (leider fast ohne die Stripperinnen...) und allen Songtexten auf, als Bonus gibt es diesmal sogar noch einen "Live in Hamburg"-Sticker.
Alles in allem bleibt "Live in Hamburg" ein sehr gutes Livealbum, aus dem man jedoch vielleicht hier und dort hätte mehr rausholen können, und das hier und dort auch seine Schwächen hat.
Ob die Anschaffung lohnt, muss wohl jeder für sich selbst entscheiden. Dem Gelegenheitskäufer wird die kommende Tour-DVD (mit dem kompletten Berlin-Konzert) vermutlich mehr bieten.
Schon gewusst?
Beachtlich gerade für ein Live-Album: Die Hansestadt-Aufnahme kam bereits mit Goldstatus in die Läden. |
dunklerort.net-Fazit: Solides Teil mit kleinen Nachteilen und starker Konkurrenz in Form der Tour-DVD |           | Durchschnittswertung aus 34 Fanwertungen: 8.4 Punkte |           |
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Verkauf (zur Veröffentlichungszeit): Ca. > 100.000 Exemplare (-> Gold). Höchste dt. Chartposition: 1.
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